Zwischennutzung

Sogenannte „Zwischennutzungen“ sind zeitlich begrenzte Nutzungen und Belebungen von Flächen, die zwischen derer ursprünglichen und einer später festzulegenden dauerhaften Nutzung liegen. Zwischennutzungen schaffen daher Spielraum für zeitlich begrenzte innovative Aktionen, für die sonst kein Platz ist, oder die durch aufwändige rechtliche Fragen zu Eigentumsverhältnissen und Planungsrecht behindert werden. Die gewählte Zwischennutzung kann an vorherige oder umgebende Nutzungen anknüpfen, kann aber auch völlig andere Ideen verfolgen. Es muss nur gesichert werden, dass nach der Aktion die Fläche so verlassen wird, wie sie zu Beginn vorgefunden wurde. Da in der Oststadt vergleichsweise viele Zwischennutzungsflächen in Frage kommen, haben Projekte eine hohe Chance einer Weiterführung, denn sie können bei Bedarf an einen anderen Ort in der Oststadt umziehen. Damit haben Oststädterinnen und Oststädter außerordentlich gute Möglichkeiten Ideen vor Ort verwirklichen zu können, auch wenn sie nicht über Privateigentum oder Pachtland verfügen. Diesbezügliche Vorhaben können über das Oststadtbüro vernetzt und bei der Umsetzung begleitet werden. Zwischennutzungsprojekte die über das Oststadtbüro angeregt werden, sind für alle Personen geöffnet, sofern sie keine eigennützigen, kommerziellen Ziele verfolgen und bereit sind, mit allen Interessierten zu kooperieren, unabhängig von deren Herkunft, Alter und Geschlecht.

Dazu aktuell:
1. Interessierte treffen sich seit einigen Monaten regelmäßig (etwa einmal im Monat) im Oststadtbüro, um diverse Zwischennutzungsideen zu besprechen. Die erste konkrete Zwischennutzung wird zu Gemeinschaftsgärten in der Oststadt führen, deren Umsetzung von einer Initiative zurzeit geplant wird. Der aktuelle Stand lautet:
Ein Bürger hat sich bereit erklärt einen Pachtvertrag mit der Stadt Neubrandenburg einzugehen, damit die Fläche offiziell genutzt werden darf. Durch eine großzügige Spende an Gartengeräten, Pflanzensamen, Insektenhotels und Dünger ist an dieser Stelle das Projekt sehr gut gedeckt. Auch Europaletten zum Anlegen von Hochbeeten wurden uns zur Verfügung gestellt. Aktuell sucht das Stadtteilbüro in Kooperation mit dem Grünflächenamt eine Fläche, welche als Gemeinschaftsgarten genutzt werden kann. Die Flächen wurden zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die das Projekt von Anfang an begleiten ausgewählt.

2. Eine größere Zukunftswerkstatt zum Thema Zwischennutzung fand im April 2019 in Kooperation mit dem Jugendklub des Mosaik e.V., dem Jugendmigrationsdienst der AWO und dem Hochschulprojekt „HIRegion – Teilvorhaben Reallabor Oststadt“ im Oststadtbüro statt. Dabei ging es vorrangig um Angebote für Kinder- und Jugendliche, sowie die Belebung des öffentlichen Raums im Allgemeinen.

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